Fruit / Fruta / Frucht
....................................................................Flower
/ Flor / Blume

Die gelbe Passionsfrucht wird heute in Deutschland
mehrheitlich "Maracujá" genannt, der brasilianische
Name also, leider mit deutscher Betonung (Marakúja). Zu
finden ist die Frucht in ganz Südamerika, auf Fidschi und
Hawaii sowie in Taiwan. Ferner auf Sri Lanka, hier allerdings
kaum mehr in reiner Form. Hauptproduzentenländer sind Brasilien
und Sri Lanka. Peru und Kolumbien haben allerdings ihre Anbauflächen
in den letzten Jahren ebenfalls stark ausgedehnt. Der Anbau erfolgt
im tropischen Flachland. Im Gegensatz zur Purpurgranadilla ist
die Maracujá selbststeril. Zur Bestäubung wird eine
ganz bestimmte gross-wüchsige Biene (Xylocopa spec.) benötigt,
optimale Resultate sind jedoch nur durch Handbestäubung zu
erzielen. Damit werden jährliche Hektarenerträge bis
zu 36 t erreicht, also etwa 8-lO t mehr,als dies bei der roten
Passionsfrucht die Regel ist. Die Saftausbeute per Frucht liegt
gleich, bei etwa 32%. Die Maracujá ist kugelförmig
oder leicht oval, wiegt im Schnitt etwa 90 g, und die aussen zitronen-gelbe
Schale ist bis zu 8 mm dick. Die Samen sind von brauner Farbe.
Die gelbe Varietät hat einen spezifischeren Eigengeschmack
als die rote, die Aprikosennote fehlt absolut. Der Anwendungsbereich
ist ebenso vielfältig, und die Wahl zwischen der einen oder
andern ist Geschmackssache jedes einzelnen. In der Saftindustrie
wird gerne eine Mischung 2 :1 zugunsten der flavicarpa verwendet.





