K A R A M B O L A
Die
ursprünglich den Sauerkleegewächsen (Oxalidaceae) zugeordnete Karambole gehört
nunmehr der eigens geschaffenen Familie Averrhoaceae an (Hutchinson
1959).
Es
wird angenommen, daß die Pflanze aus Malaysia
stammt, verschiedentlich wird als ihre Heimat jedoch auch Indien, wo sie "Kamrakh"
genannt wird, aufgeführt. Jedenfalls findet sich die Frucht heute vorwiegend in
diesen beiden Ländern, auf Java in
Indonesien sowie in Sri Lanka ("Karamanga").
In kleinerem Ausmaße wird sie auch in Thailand
und China, sowie in der Karibik
und im tropischen Amerika angebaut.

Der
eher kleinwüchsige attraktive Baum benötigt feuchtwarmes tropisches oder
subtropisches Klima. Die Vermehrung erfolgt vorwiegend durch Saatgut, kann
jedoch auch durch Stecklinge und Ableger erzielt werden. Etwa vier Jahre nach
dem Auspflanzen beginnt der Baum zu tragen, der jährliche Früchteanfall liegt
in der Regel zwischen 60 und 100 kg, hauptsächlich verteilt auf eine Haupternte
zu Jahresbeginn und eine weitere im Herbst
Die rund 7-12 cm lange Frucht ist sehr saftig und von knackiger Frische. Die längsverlaufenden tiefen Furchen geben der Frucht im Querschnitt ein sternförmiges Aussehen, daher auch die geläufige englische Bezeichnung "Starfruit", d.h. Sternfrucht.

Unterschieden werden zwei Sternfruchttypen: Die süßen, meist goldgelben Karambolen mit herrlich aromatischem Fruchtfleisch sind vor allem zum Frischverzehr geeignet. Sie sind größer als die säuerlichen Sorten, die hellgelb oder blaßgrün getönt, auch weniger appetitlich aussehen.
BLÜTE
Sternfruchtscheiben
werden gerne als Dekoration zu Fleischgerichten oder in Getränken (Sekt, Bowle)
verwendet, und einem Fruchtsalat verleihen sie durch Frische und Form das
gewisse Etwas. Es lassen sich aus der Frucht jedoch auch hervorragende und sehr
durststillende Erfrischungsgetränke herstellen, zudem Marmelade und Kompott.
Bei
Lagerung der Früchte verfärben sich die länglichen Kanten schnell
dunkelbraun. Dies ist nicht von Bedeutung, um so weniger als vor Gebrauch der
Frucht diese Kanten mit einem Messer abgeflacht, also etwa 2 mm tief
weggeschnitten werden. Als Grundregel sollte man sich merken: Die Säure und das
diskrete Aroma der Sternfrucht unterstreichen den Geschmack anderer Zugaben. Bei
Eigenanbau bekommt man jedoch von guten Sorten ungleich besser schmeckende Früchte.
Dann muss man auch die Kanten nicht putzen.