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PSIDIUM GUAJAVA

MYRTHACEAE

A WHITE GUAVA.

THE NAME MEANS THAT THE FLESH INSIDE IS WHITE

 EINE WEISSE GUAVE.

DAS INNERE IST MEHR ODER MINDER WEISS.

CUT INTO HALVES    HALBIERT

 A RED OR ROSE GUAVA:

THE FLESH INSIDE IS MORE OR LESS RED OR ROSE.

 

 EINE ROSA GUAVE.

DIE FRUCHT IST INNEN MEHR ODER MINDER ROT BIS ROSA.

 CUT    HALBIERT
 FLOWER    BLÜTE
  FOR ENGLISH TEXT GO TO: CRFG http://www.crfg.org/ pubs/frtfacts.html  
 

 GUAVEN
Psidium guajava (L)

Die heute im gesamten Tropenbereich weitverbreitete Guave kommt aus dem tropischen Amerika, vermutlich aus Brasilien oder Mexiko. Sie gehört zu den Myrtengewächsen wie u. a. auch die Gewürznelke, Zimt, Muskatnuss und Eukalyptus.
Auf ihren Eroberungszügen in der Neuen Welt fanden die Spanier die Guave bereits in Mittel und Südamerika als etablierte Kulturplanze vor und Oviedo erwähnte schon1526 den Anbau der Frucht in vielen Gegenden der Westindischen Inseln. Es waren denn auch wieder die Spanier, die für eine Verbreitung auf den Philippinen besorgt waren, und die Portugiesen taten dasselbe in Indien. Dank der Anspruchslosigkeit der Pflanze ist sie heute nicht nur in feuchten Tropenlagen, sondern auch infrostfreien subtropischen Zonen zu finden, allerdings sehr oft in verwilderter Form.
Bedeutende Anbaugebiete sind Florida, Kalifornien und Hawaii, vor allem in bezug aufeine ganz klare Sortenwahl. Mengenmässigsind Mexiko, Kolumbien und Brasilien wichtigere Produzentenländer. An erster Stelle liegen jedoch ohne Zweifel Indien und Südafrika.

Der ausserordentlich zähe, kleinwüchsige Guavenbaum wird im modernen Anbau in Strauchgrösse gehalten. Eine gezielte Vermehrung von veredelten Sorten ist aus wirtschaftlicher Sicht äusserst wichtig. Aus-wahlkriterien sind dabei Fruchtgrösse, dicker Fruchtfleischmantel und möglichst wenig Kerne, Pulpfarbe, Aroma sowie Säuregehalt. DerGebrauch von Saatgut ist deshalb kaum mehr üblich, wertvolle Sorten darunter auch kernenlose werden vegetativ durch Stecklinge oder Schösslinge vermehrt. Äusserst günstige Resultate werden durch sortenspezifisches Pfropfen auf einer geeigneten Stecklingsunterlage erzielt.
Voraussetzung für gute Erträge sind tiefgründige Böden und genügend Wasser. In ärmeren Böden verlangt die Pflanze reichliche Düngung. Sie reagiert zudem sehr empfindlich auf Kälteeinbrüche und wächst deshalb kaum in Höhenlagen über 1000 m. Die Früchteproduktion hält in den feuchten Tropen praktisch unun-terbrochen an, beschränkt sich in den marginalen Subtropen hingegen auf nur 3-4Monate im Jahr. Rund 6 Mo-nate nach der Blüte können die reifen Früchte geerntet werden, bei einem Bestand von 250 Bäumen per ha dürfte der Jahresertrag zwischen 35t und 50t liegen.

Die Frucht, eine meist vielsamige Beere,ist in Form und Grösse mit Apfel und Birne vergleichbar. Bei voller Reife ist ihre Schale hellgrün oder gelb. Darunter liegt eine je nach Sorte dickere oder dünnere Schicht festen Fruchtfleisches, welches mit feinen Steinzellen durchsetzt ist. Das Fruchtinnere bilden die in saftigem Fleisch eingebetteten Samen, unterteilt in 4-5 Kammern. Wie bei derTomate können diese Kerne mitgegessen werden, sie sind allerdings stark verholzt und hart.
Die Farbe des Fruchtfleisches ist sehr unterschiedlich. Im Fernen Osten, insbesondere in Indien, wer-den hauptsächlich Guaven mit weisser Pulp (Var.pyrifera) kultiviert. Diese sind denn auch im Geschmack et-was schwächer als die in Australien und Südafrika üblichen rosa Sorten (Var.pomifera). Durch eine sehr in-tensive Rotfärbung zeichnet sich dieGuave aus Hawaii aus. In Lateinamerika dominieren Früchte mit gelb-bräunlicher sehr stark mit Steinzellen versetzter Pulp, die sich andererseits jedoch durch ein sehr starkes Aroma ausweist.

Der ausgewogene Geschmack der Guave lässt sich nur schwer beschreiben, je nach Sorte sind auch recht spürbare Unterschiede festzustellen. Er erinnert jedenfalls an eine harmonische Mischung von Birne, Quitte und Feige, das Ganze gewürzt mit einer leichten Erdbeernote. Die steigende Popularität der Frucht ist jedoch nicht nur auf ihren Geschmack, sondern auch auf den hohen Vitamin-C-Gehalt zurückzuführen. Bei ausgewählten Sorten sollte dieser zwischen 300 und 700 mg/100 g Frischfrucht liegen, verwilderte Sorten haben meist wesentlich tiefere Werte (30-110 mg/100g). Daneben wurden verschiedentlich auch bemerkens-werte Mengen an Vitamin A (ß-Carotin) registriert.
Der Genuss von frischen Guaven garantiert eine optimale Vitaminaufnahme; die kaum vermeidbare Hitzebehandlung bei einer Weiterverarbeitung hat immer einen gewissen Vitaminabbau zur Folge. Eine herrliche Nachspeise ist gekühltes Kompott mit Zugabe von Schlagsahne und Vanille Eis. Aus der Guave lassen sich aber auch köstliche Getränke und Marmeladen oder Gelée herstellen. In Lateinamerika, vor allem in Brasilien und Mexiko,sind Guave-Pasten sehr beliebt: Guavenpüree wird mit Zucker, Vanille und Zimt zu einer festen Masse eingekocht und zum Erkalten in eine Cakesform (Kastenform) gegossen. Der so entstandene feste Block lässt sich gut lagern. In Tranchen oder Würfel geschnitten serviert man diese <<goiabada>> (bras.) als Zwischenverpflegung, oft zusammen mit Käse.

Weitere Anwendungsgebiete mit steigender Bedeutung sind Milchprodukte (Milkshake, Joghurt) und Baby-Nahrung (Püree,Früchteflocken).

 
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